Rürup Rente, Basis-Rente
Die Rürup Rente basiert nicht wie die Riester Rente auf einem Zulagenmodell, sondern alleinig auf einem Steuersparmodell. Eingezahlte Beiträge werden also bis zu einem Maximalbetrag steuerlich vergünstigt behandelt. Dieser Maximalbetrag liegt höher als bei der Riester Rente.
Für wen ist die Rürup bzw. Basisrente gedacht?
Mit der Rürup Rente wurde eigentlich die Zielgruppe definiert, die nicht die Riester Rente in Anspruch nehmen können. Das betriftt zuweilen alle Selbständige, Freiberufler und Gewerbetreibende, die nicht Pflichtmitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung sind. Aber auch Angestellte und Beamte können diese Form der Altersvorsorge nutzen.
Grundsätzlich ist zu empfehlen, wenn man für die Riester Rente förderungsberechtigt ist, dieser den Vorrang zu geben. Aufgrund der staatlichen Zulagen und vergleichsweise geringer Eigenleistung ist die Rendite dabei eigentlich besser. Förderungsfähig ist man auch indirekt, wenn der Ehepartner sozialversicherungspflichtig ist. Dann müssen aber beide Ehepartner einen jeweils eigenständigen Riester Rentenvertrag abschließen.
Wann ist eine Basis Rente / Rürup Rente zu empfehlen?
Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, da hierbei die Frage nach der Rendite gestellt wird. Genau diese hängt von der Laufzeitlänge des Vertrags und dem persönlichen Steuersatz ab. Am meisten könnten aber diejenigen profitieren, die einen persönlich hohen Steuersatz haben und nur noch wenige Jahre bis zum Rentenalter haben. Das liegt darin begründet, dass derzeit die steuerliche Belastung von Rentenzahlungen noch geringer ist, als dies in künftigen Jahren der Fall sein wird. Dadurch hat man also einen größeren Anteil steuerfrei in die Rente hineingebracht, als man später versteuern muss.
Bei jüngeren Vorsorgesparern sieht es anders aus, da dort die doppelte Besteuerung von eingezahlten sowie ausgezahlten Beiträgen greift. Ein kleines Beispiel soll dies verdeutlichen: Ein Rürup-Sparer muss bis zum Rentenbeginn im Jahr 2041 noch 34 Jahre einzahlen. Genau dann wird seine Rente zu 100 Prozent steuerpflichtig sein, jedoch hat er in den Jahren der Einzahlung nicht 100 Prozent seiner Beiträge steuermindernd einzahlen können. Im Jahr 2006 wären es Beiträge zu 62 Prozent, im Jahr 2010 zu 70 Prozent usw. und erst im Jahr 2025 sind es 100 Prozent der Beiträge, die er steuer vergünstigt in den Rürup Vertrag einbringen kann. Ein großer Teil der Beiträge wurde also aus versteuertem Einkommen eingezahlt und die Rente wird komplett steuerpflichtig. Dass dies die Rendite erheblich mindert, dürfte klar geworden sein. Der Fall der doppelten Besteuerung gilt eigentlich für alle, die 1960 und in den darauffolgenden Jahren geboren wurden.
Fazit:
Besonders für ältere Vorsorgesparer, die nur noch wenige Jahre bis zum Renteneintritt sowie einen hohen Steuersatz haben, lohnt sich das Sparen im Rahmen der Rürup Rente. Die Rendite hängt erheblich vom Lebensalter ab. Dies begründet sich darin, dass es sich im Grunde um eine Art Steuersparmodell für die Altersvorsorge handelt. Dadurch, dass man derzeit noch nicht zu 100 Prozent die Beiträge steuervergünstigt in die Basisrente einbringen kann, jedoch ab dem Jahr 2041 die Rentenzahlungen zu 100 Prozent steuerpflichtig sind, macht das genaue Nachrechnen Sinn, ob der Abschluss eines Rürup-Rentenversicherungsvertrags lohnenswert ist oder nicht. Ohnehin wurden Nachbesserungen bei Rürup Rente in Aussicht gestellt.
Auch für sehr junge Leute könnte sich ein Rürup Vertrag lohnen. Da diese Altersgruppe über deutlich mehr Jahre einzahlt und zunehmend immer mehr Beiträge steuervergünstigt einbringen kann, trifft sie weniger die Doppelbesteuerung.
Weitere hilfreiche Informationen erhalten Sie hier im Üblick:
» Informationen zur Rürup Rente (Basisrente)
