Riester Fondssparplan

Die Riester Fondssparpläne im Rahmen der Riester Rente gelten als die aussichtsreichsten Anlageformen hinsichtlich der möglichen Renditechancen. Besonders renditestarke Fonds konnten in den letzten Jahren bis 2006 im Schnitt einen Zuwachs von fast 10 Prozent erwirtschaften.

 

Natürlich ist ein Riester Fondssparplan nicht ganz ohne Risiko: Im schlechtesten Fall, wenn also die Wertentwicklung des Fonds in den Keller geht, wären nach der Ansparphase "nur" die eingezahlten Beiträge und staatlichen Zulagen verfügbar. Dies ist im Übrigen die Mindestgarantie, die ein Anbieter von Riesterverträgen egal welchem Fonds, Banksparplan oder Rentenversicherung garantieren muss. So gesehen würde man bei einem schlechten Fondsverlauf nicht wirklich weniger erhalten, als in den Fondssparplan eingeflossen ist. Aber man hätte dann eben auch keine Rendite erwirtschaftet, wenn die Börsen schlecht laufen.

 

Die zertifizierten Riester Renten Fonds unterscheiden sich in ihrem Risiko und demzufolge auch bei den Chancen auf beste/hohe Renditen. So kann jeder für sich den passenden Fondssparplan entsprechend seiner Wünsche und Risikobereitschaft auswählen.

Für wen eignet sich das Fondssparen bei der Riester-Rente?

Die Riester Fonds dürften für jüngere Anleger bis ca. 40 Jahre interessant sein. Diese Altersgruppe hat noch einige Jahre bis zur Rente und kann demzufolge die Kursschwankungen an der Börse aussitzen. Durch monatliche Einzahlungen in einen Riester Fondssparplan nutzt man den Cost-Average Effekt und kann so selbst bei vorübergehend fallenden Kursen am Ende trotzdem noch im deutlichen Plus liegen. Dies begründet sich darin, dass man zu Zeiten niedriger Kurse für das gleiche Geld mehr Fondsanteile erwirbt, die dann schlussendlich bei steigenden Kursen die Rendite erhöhen. Hat man nur noch wenige Jahre bis zur Rente und erwischt dann gerade einen Tiefstand des Fonds, dann wäre das natürlich sehr ärgerlich. Deshalb gilt als Höchsteinstiegsalter bei Riesterfonds etwa 40-45 Jahre. Wer älter ist, für den dürfte noch die DWS Toprente Balance interessant sein.

Die Fondsmanager denken mit

Bei den angebotenen Riester Fonds kann man wählen zwischen Angeboten, die bis zu 100 Prozent in Aktienfonds investieren und sogenannten Lebenszyklus-Modellen. Bei letzteren fließen die Beiträge zunehmend in festverzinsliche Wertpapiere, je näher das Rentenalter des Sparers heranrückt. Ebenso unterscheiden sich die Angebote bei der Aktienquote: So können auch schon von Beginn an Teile in Rentenfonds fließen. Mit fortwährender Laufzeit erhöht sich dann dieser Anteil, um bei näherrückendem Rentenalter das Risiko der Geldanlage schrittweise zu minimieren.

Hohe Renditemöglichkeiten bieten vor allem die Fondsangebote, bei denen der Anteil von Aktienfonds besonders hoch, also bis zu 100 Prozent sein kann. Junge Sparer profitieren dann am meisten von tendenziell steigenden Kursen an den Börsen über die gesamte Laufzeit.

 

Fazit:

Schlussendlich bleibt also festzuhalten, dass zweifelsfrei nur ein Riester Fondssparplan die satten Renditen bringen kann, da er schon allein auf der Kostenseite sehr schland strukturiert ist. Die Partizipation an den Aktienmärkten ermöglicht aussichtsreiche Chancen auf Renditen von 6, 8 oder noch mehr Rendite pro Jahr. Mit zwischenzeitlichen Schwankungen ist natürlich zu rechnen. Das Gesamtrisiko bleibt kalkulierbar, da bei Riester-Verträgen die Anbieter mindestens die eingezahlten Beiträge garantieren müssen. Das ist schon ein wenig mehr als ein Trostpflaster, denn bei gewöhnlichen Fondssparplänen hätte man ein Total-Verlust-Risiko.