Riester Banksparplan

Die Riester Förderung kann man genauso auch mit einem dafür vorgesehenen Banksparplan bekommen. Hierfür gibt es einige Angebote, die sich aber auch wiederum in ihrer Effizienz, also Rendite, unterscheiden.

Gerade für Leute, die eine sehr sichere Geldanlage wollen und somit weniger Risiken eingehen wollen, sind Banksparpläne empfehlenswert. Damit hat man zwar nicht die Renditchancen wie bei erfolgreichen Fondssparplänen mit Top-Renditen, doch immerhin kann man mit einem netten Plus kalkulieren. Das ganze natürlich ohne Risiko.

Aufgrund der sehr schlanken Kostenstruktur empfiehlt sich ein Riester Banksparplan gerade für ältere Personen, die nur noch wenige Jahre bis zum Renteneintritt haben. So zahlt man eben keine unnötigen Versicherungskosten wie bei einer Rentenversicherung. Genau in diesem Fall liegt sozusagen die Rendite darin, dass man auf der Kostenseite spart. Ohnehin könnte man rein theoretisch die ganzen staatlichen Zulagen als Rendite sehen. Vergegenwärtigen Sie sich einmal, dass ein Geringverdiener oder Hartz IV-Empfänger, der lediglich den jährlichen Sockelbetrag von 60 EUR in einen Riester Vertrag einzahlen braucht, immerhin 114 EUR (ab 2008: 154 EUR) pro Jahr vom Staat dazubekommt. Von der Kinderzulage mal ganz abgesehen: Welche Geldanlage dieser Welt bietet Ihnen solch eine Rendite bei Null Risiko? Grundvoraussetzung ist aber, dass man einen Riester Vertrag, hier speziell einen Riester Banksparplan abgeschlossen hat und den Mindesteigenbetrag bzw. Sockelbetrag jährlich einbringt. Nur dann bekommt man auch die staatlichen Förderungen.

Auf jeden Fall sollte man die Angebote für Banksparpläne vergleichen, bevor man zuschlägt. Ältere Sparer (über 50 Jahre) sollten einen Vertrag bevorzugen, bei dem die Zinsen an die Umlaufrendite gebunden sind, insofern sie von steigenden Zinsen ausgehen. Hier würden sich Sparpläne mit Boni und Zinstreppen weniger eignen. Wer hingegen für deutlich längere Zeit sparen will, also jünger ist und einen Banksparplan bevorzugen möchte, für den dürften wiederum Verträge mit Zinstreppen (stufenweiser Zinserhöhung) und Boni erfolgversprechender sein.

Wichtig ist natürlich, dass die Zinsen zum Laufzeitende hin möglichst hoch sind. Bis dahin wurden praktisch viele Beiträge eingezahlt und somit wirkt sich schon eine geringere positive Zinsänderung deutlich stärker aus, weil einfach mehr Kapital verzinst werden kann. Spart man also auf lange Sicht über einen Banksparplan mit Riester Zuschuss, dann ist der Zinssatz zu Beginn der Laufzeit nicht so erheblich, jedoch zum Laufzeitende hin von weitaus größerer Bedeutung.

Fazit: Für wen ist ein Banksparplan bei der Riester Rente empfehlenswert?

Für sicherheitsbedachte Personen, die mit geringem Risiko die staatliche Förderung einstreichen wollen. Insbesondere für ältere Leute, die förderungsberechtigt sind, ist eigentlich ein Banksparplan ideal: Geringe Kosten gegenüber einer Rentenversicherung oder Fondssparplan und zugleich geringes Risiko. Die Renditechancen sind zwar mittelmäßig, doch für ältere Riestersparer geht es im Wesentlichen darum, die staatlichen Zulagen abzufassen.

Aber auch jüngere Sparer können mit einem Banksparplan einen guten Schnitt machen. Natürlich ist dies wiederum abhängig von der allgemeinen Zinsentwicklung und den Modalitäten/Konditionen der Bank, für die man sich beim Riester Sparplan entscheidet.

 

Ein deutliches Plus macht man ohnehin hinsichtlich der Flexibilität. Das vorzeitige Aussteigen oder der Produktwechsel bei einem Banksparplan ist nahezu problemlos. Man muss allerdings auf mögliche Ausstiegskosten achten, die ggf. anfallen können. Aber auch für Leute, die in Zukunft ein Haus bauen (also eine Immobilie finanzieren) möchten, sind Banksparpläne fast schon erste Wahl: So kann man das Vermögen, was in dem Riester Sparplan steckt, zu weiten Teilen vorläufig entnehmen. Natürlich muss man es aber auch wieder in Raten zurückzahlen.